polizei schaltet paludans „frihedens stemme“ stundenlang ab – anklage wegen veröffentlichung von anklageschrift
Kopenhagen (Nyhedsdesk) – In einer dramatischen Eskalation hat die dänische Polizei heute Nachmittag das Online-Medium „Frihedens Stemme“ des umstrittenen Aktivisten Rasmus Paludan vorübergehend zwangsweise abgeschaltet. Grund: Paludan wird wegen der vollständigen Veröffentlichung eines Anklageschrifts angeklagt, wie Ekstra Bladet berichtet. Die Maßnahme dauerte mehrere Stunden und unterstreicht die Spannungen um Paludans Plattform, die sich als Sprachrohr der extremen Rechten positioniert.
„Frihedens Stemme“, gegründet von Paludan, dem Ex-Chef der Partei Stram Kurs, ist bekannt für provokative Inhalte. Kürzlich entging das Medium Kritik des Pressenævnets für die berichterstattung über den Tod des Sängers Hugo Helmig – eine Meldung, die andere Medien zunächst ignorierten. Das Panel urteilte, die Information falle unter das Privatleben, doch keine Verletzung vorliege. Paludan nutzt die Plattform, um sensible Themen wie Immigration und Islamkritik anzusprechen, was ihm sogar Dialoge mit dänischen Muslimen einbringt, wie eine Politiken-Karikatur andeutet.
Die Zwangsabschaltung markiert einen neuen Höhepunkt im Konflikt mit Behörden. Paludan, der für seine Koranverbrennungen bekannt ist, sieht darin Zensur. „Frihedens Stemme“ wächst als alternatives Medium der yderste Højrefløj, wie Researchkollektivet Redox beschreibt, mit Figuren wie Anders Bruun Nørring als „neuer Generation Medienkrieger“.
Während niederländische Berichte über Populismus und Wahlenthaltung (z. B. PVV-Zuwachs bei EU-Wahlen) Parallelen aufzeigen, bleibt „Frihedens Stemme“ ein dänisches Phänomen: Es bricht Tabus, provoziert und polarisiert. Kritiker werfen Hetze vor, Befürworter feiern Pressefreiheit. Die Sigtelse könnte Paludans Reichweite weiter boosten – typisch für Populisten, die Emotionen über Fakten stellen.
Bleibt abzuwarten, ob Gerichte die Veröffentlichung als strafbar einstufen. Paludan hat bereits auf Social Media reagiert: „Die Wahrheit darf nicht verstummen!“ Die Affäre beleuchtet Dänemarks Medienlandschaft im Spannungsfeld von Recht und Freiheit. (Redaktion: Basierend auf aktuellen Meldungen.)
