rekordhoher trockenheitsindex in dänemark: hohe werte halten an, eu ringt mit wassermangel
Kopenhagen (2. September 2025) – Der dänische Meteorologie-Dienst DMI meldet einen außergewöhnlich hohen Trockenheitsindex (Tørkeindeks) von mindestens 9 im Landesdurchschnitt – ungewöhnlich hoch für die Jahreszeit. Die Prognose bis 12. Oktober sieht milde Temperaturen mit normaler bis leicht übernormaler Niederschlagsmenge, doch der Index bleibt hoch, bevor er allmählich sinkt. Die Risiko für landesweite Trockenetage (definiert als Index ≥9) gilt als extrem niedrig.
Dieser Index, der auf einem Wassergleichgewichtsmodell basiert und den verfügbaren Bodenwasserspiegel (0: wassergesättigt, 10: leer) misst, erreichte nie so früh im Jahr Werte von 5. Besonders Nordeuropa – Dänemark, Schweden, Norddeutschland und Großbritannien – litt unter ungewöhnlicher Trockenheit, während Südeuropa bis zu 400 Prozent mehr Regen erhielt. In Deutschland nähert sich der Bodensee mit 2,72 Metern Wasserspiegel einem historischen Tiefstand.
EU-weit eskaliert die Krise: 47 Prozent des Kontinents sind in Warnstufe, 17 Prozent in Alarmstufe, die schlimmste Trockenheit seit 500 Jahren. Flüsse wie der Rhein trocknen aus, über 100 französische Städte und die Hälfte der deutschen Gemeinden melden Trinkwassermangel. Regierungen von Portugal bis Rumänien verhängen Wassereinschränkungen; Spaniens Olivenernte schlug fehl.
Landwirte kritisieren: DMIs Index ignoriert Bodenarten und unterstellt fest 100 mm Wurzelzonen-Kapazität, während das neue Markttrockenheitsindex von Seges nuancierter ist – auf Lehm in Ost-Dänemark zeigen Pflanzen noch 70-80 mm verfügbar.
Experten warnen vor Langzeitfolgen: Deutsche Wälder sterben durch Trockenheit, Schädlinge und Monokulturen; 120.000 Hektar zerstört seit 2018. EU-Parlamentarier fordern mehr Abwassergenutzung und Einsparungen. DMI: Aktuelle Daten im Wetterarchiv.
Trotz leichter Erholung droht anhaltende Belastung für Landwirtschaft und Ökosysteme. Bleiben Sie informiert – Trockenheit prägt Nordeuropas Herbst.
